Donnerstag, 9. Dezember 2010

Guter Kaffee - eine Wissenschaft

Ich bin leidenschaftlicher Kaffee-Trinker, habe aber zugegeben relativ wenig Ahnung von der edlen Kunst der Espressozubereitung. Die Crema muss dick und nussfarben sein, vielleicht sogar noch ein leichter Stich ins Rötliche, die Durchlaufzeit im Siebträger soll unbedingt zwischen 25 und 30 Sekunden liegen – hierbei darf der Kaffeefluss nicht unterbrochen werden, der Mahlgrad soll nicht zu grob und nicht zu fein sein, beim Tampern soll eine ebene gleichmäßige Oberfläche entstehen, auf zusätzliches Klopfen kann man schwören oder man kann es missbilligend belächeln.

Entscheidend bleibt für mich: Der Kaffee soll mir schmecken.

Der falsche Ansatz ist sicherlich teuren Kaffee wahllos in beliebige Maschinen zu werfen und dann die Feinheiten des edlen Geschmackes diskutieren zu wollen. Ich selbst durfte mich überzeugen, es ist möglich aus einer hervorragenden Bohne mit top Equipment und penibel zelebrierter Zubereitung einen wirklich bemerkenswert scheußlichen Kaffee zu kochen.